• Mundanprognose und Wirklichkeit

    Geschätzte Leserin, geschätzter Leser!

    Angeregt durch verschiedene Diskusionen und Zuschriften schreibe ich nun diesen Beitrag, der sich nicht nur an Astrologen richtet, sondern als verständlicher Lesestoff für alle diejenigen daher kommt, die sich einen eigenen, ungefilterten Eindruck von den Möglichkeiten und Grenzen mundanastrologischer Prognostik verschaffen wollen.

    Seit November 2007 sind einige Prognosen von mir veröffentlicht und ein jeder kann sie lesen. Sie sind zu finden im Forum Mundanastrologie von www.Astrologix.de  sowie im Prognosefokus http://prognosefokus.wordpress.com.  Die Prognosen in Form von Jahresübersichten behandeln Deutschland, China und Pakistan. Für die USA und Afghanistan laufen zeitlich deutlich enger eingegrenzte Prognosen, in denen sogar konkrete Datumangaben enthalten sind, um die herum mit deutlich stärkerer Sichtbarkeit der prognostizierten Phänomene meinerseits gerechnet wird. Die zeitlich am schärfsten abgegrenzte Prognose schrieb ich in der Nacht vom 29.04. zum 30.04. diesen Jahres. Es war eine Prognose, welche die Entwicklungstendenzen zum 1. Mai in Hamburg zum Thema hatte und teilweise in der Angabe der Ereigniszeit bis auf weniger als eine Stunde heruntergebrochen war. 

    Verschiedene Werkzeuge des Prognostikers
    Es gibt also demnach verschiedene Prognosetechniken, die je nach Anwendungsfall verwendet werden. Das eine Verfahren erlaubt die Feststellung von Jahrestrends, ohne genaue Angaben über Monate, Wochen oder gar Tage machen zu können. Dieses Verfahren erlaubt also nur einen generellen Überblick über die anstehenden Themen eines Jahres. Ein anderes Verfahren ist schon auf den Monat genau. Hier lässt sich ermitteln, was in den nächsten Wochen ansteht. Besonders aufwendig werden Prognosen, wenn sie auf einzelne Ereignistage oder sogar Stunden heruntergebrochen werden sollen.

    Ferner ist wichtig zu wissen, dass sich alle Konstellationen analog des astrologischen Ordnungsschemas in jeder Region dieser Welt bemerkbar machen. Dies umso mehr, wenn sie an relativ instabile Strukturen oder schwelende  Konflikte andocken. In den Staaten, in denen es ähnliche Problemfelder gibt, werden die gezeitigten Entwicklungen auch oft  gewisse Ähnlichkeiten aufweisen.  Trotzdem wird es beträchtliche Unterschiede geben. Darüber erlaubt das jeweilige Horoskop für einen Staat oder für eine Region Aufschluss. Wenn wir dies zu verstehen unseren Blick zurück in die soeben vergangenen Tage richten und dabei aufmerksam verfolgen, was sich beinahe gleichzeitig in der Türkei, in Afghanistan, in Indien und im Gaza-Streifen - bzw. Westjordanland oder im Irak abgespielt hat, wird das soeben Gesagte nachvollziehbar.

    Die gezeitigten Phänomene großer, herausragender Konstellationen werden stets weltweit sichtbar sein. Auch können und werden sie sich oftmals in analogem Geschehen beinahe gleichzeitig in verschiedenen Regionen der Erde mal stärker, mal weniger stark ausprägen.  In meiner noch laufenden Prognose "Eskalation der Krisen", die derzeit als aktuellster Eintrag auf http://prognosefokus.wordpress.com nachzulesen ist und sich der Zeit ab Juli 2008 bis Mitte August 2008 widmet, habe ich versucht, dies zu verdeutlichen.  Besonders für die Zeit ab Mitte Juli habe ich mit einer Verstärkung der Eskalation gerechnet, die meiner Meinung nach ihren Höhepunkt noch nicht überschritten hat.  Die Prognose wurde am 07. Juli veröffentlicht. Astrologisch untersucht werden dort die USA,  Afghanistan und schon deutlich weniger gründlich Pakistan. Aus dem Bild für die USA ist zu erkennen, das mit Anschlägen auf us-amerikanische Einrichtungen im vorgegebenen Zeitraum zu rechnen ist. Wenige Tage nach der Veröffentlichung der Prognose, am 09. Juli 2008,  ereignete sich der Anschlag auf das amerikanische Konsulat in Istanbul, bei dem drei türkische Polizisten ihr Leben ließen..  Nun könnte man sagen, dass der 09.07.2008 kleinlich betrachtet fast eine Woche von der Mitte des Monats entfernt ist..  Das ist sicher richtig. Genauso richtig ist aber auch, dass 1. eine zeitliche Auflösung von weniger als einer Woche nicht so schlecht ist und 2., es sich dabei um eine Monatsprognose handelt und 3. die Türkei astrologisch nicht untersucht wurde. Darüber hinaus halte ich dies für einen typischen Vorlaufaspekt,  die Herausforderungen sind damit noch nicht überstanden.  Gemäß der Überschrift "Eskalation der Krisen" geschah in der Türkei nicht mehr als das, womit auf Grund der Konstellationen an vielen Orten der Welt bedingt duch die dort jeweils vorherrschende Ausgangslage gerechnet werden muss. Und das haben wir dann bis jetzt auch gesehen.. Wie prognostiziert sollte sich die Eskalation der Gewalt deutlich zuspitzen. Prognostiziert wurde die abermalige Eskalation für die Zeit ab dem 24. Juli und wie wir gesehen haben, kam es am 26.07. zu einer verheerende Serie von Bombenanschlägen in Indien und am 27.7. zu einem besonders tückischen Doppelanschlag wieder in der Türkei.

    Nun: die Prognose behandelte doch hauptsächlich USA und Afghanistan. Also was haben denn diese Auslösungen damit zu tun, so möchte man fragen?  Tatsächlich gibt es wie prognostiziert auch in Afghanistan eine Eskalation. Wie prognostiziert haben die kriegerischen Auseinandersetzungen zugenommen, wie prognostiziert versuchen die Taliban die USA und die Allierten sehr offensiv aus Aufghanistan zu verdrängen. Wer in der Prognose nachliest und die Daten mit den Medienberichten vergleicht, der stellt fest, dass es sich bei den genannten Terminen für die Eskalation um fast tagesgenaue Prognosen gehandelt hat. Wir erkennen daran aber auch ferner an diesen Beispielen ganz deutlich, dass die Konstellationen in den verschiedensten Regionen der Welt in Resonanz gehen. In einer Zeit, in der es zur sehr empfindlichen Terroranschlägen in Indien und in der Türkei gekommen ist, in dieser Zeit, in der die Taliban den Bezirk Agiristan eroberten und es in Folge dessen zu einer weiteren Eskalation der militärischen Auseinandersetzung gekommen ist, in der gleichen Zeit entfachte sich erneut die Auseinandersetzung zwischen Hamas und Fatah, zur selben Zeit wurde wieder erstmalig nach rund 30 Jahren im Iran einen Massenhinrichtung an 29 Personen durchgeführt.

    Vielleicht wollen Sie sich nun selbst ein Bild machen und einmal mundanastrologische Prognosen lesen. Sie werden dabei schnell feststellen, dass es sich nicht um Wahrsagerei handelt, sondern dass Entwicklungstendenzen beschrieben werden, die leider viel zu oft Geschehen in der prognostizierten Richtung ausweisen. Dabei weiß jeder erfahrene Astrologe wie sinnvoll es ist, den aufgezeigten Tendenzen in jeweils angemessener Weise zu begegnen. Gemeint ist damit, fördernde Zeiten für die richtigen Aktivitäten intensiv zu nutzen, sich andererseits auf Hemmnisse und Erschwernisse bedingt durch die Zeitqualität angemessen vorzubereiten. Ein solches Verfahren im Leben wie generell auch der reflektierte Umgang mit den Mitmenschen, mit Ressourcen und dem innewohnenden Vermögen könnte vor manchen Dingen bewahren, das Leben insgesamt für viele Menschen besser gestalten. Was wir aber leider immer wieder sehen werden ist, dass sich Menschen einfach leben lassen und sich keinerlei Gedanken darüber machen, ob es ausgerechnet in dieser oder jener Zeit günstig ist, dass eine oder andere Unternehmen durchzuführen. So werden final oft Prozesse instanziert, deren Verlauf prognostizierbar ist und deren Ergebnis kein Mensch auf dieser Welt benötigt. Leider.

    Die kurze und überschlägige Deutschlandprognose (Jahrestrend) wurde im November 2007 in Form eines Forenbeitrags in sehr lockerem Stil auf Astrologix als Teaser veröffentlicht, um eine Diskussion unter Astrologen anzuregen. Sie ist deshalb weit weniger ausführlich, als die erst im Mai veröffentlichte China-Prognose im Prognosefokus. Gleiches gilt auch für die Jahresübersicht für Pakistan. Es handelt sich bei beiden also um Schnellschüsse aus der Hüfte, weniger um tiefschürfende Analysen, bei denen alle Register gezogen wurden. Wiewohl die Prognosen für Deutschland, China und Pakistan noch laufen, da das Jahr 2008 ja noch nicht zu Ende ist, so ist doch jetzt schon festzustellen,  dass sich die Prognosen in weiten Teilen erfüllt haben. Auf das Jahr betrachtet werden wir noch feststellen, wie gut der Trend insgesamt getroffen wurde. Die Monatsprognose für die USA und für Afghanistan läuft noch. Auch hier hat sich gezeigt, dass sie bis jetzt stimmig ist. Es bleibt zu hoffen, dass die astrologisch sichtbare weitere Eskalation Anfang August eher klein und unbedeutend ausfällt.  Die Tagesprognose für den 1. Mai in Hamburg kann ja nun im Nachhinein besonders kritisch und gründlich betrachtet werden. Damit Sie dies tun können, haben wir eine Zeitleiste mit dem tatsächlichen Gechehen dieses Tages basierend auf den Berichten der verschiedensten Medien zusammengestellt, die Sie ebenfalls auf im Prognosefokus finden.

    Jahrestrends:
    Deutschlandprognose: http://www.astrologix.de/cgi-bin/forum/forum.cgi?az=show_thread&om=886&forum=ForumID45&omm=4
    Pakistanprognose:  http://www.astrologix.de/forum/ForumID45/883.html#7
    Chinaprognose:  http://prognosefokus.wordpress.com/2008/05/14/china-2008/

    Monatsprognose Juli/August 2008:
    http://prognosefokus.wordpress.com/2008/07/07/eskalation-der-krisen-juli-august-2008/

    Tagesprognose:
    http://prognosefokus.wordpress.com/2008/04/30/1-mai-krawalle-in-hamburg-eine-astrologische-prognose/

  • Erste Schritte an neuen Ufern

    Erste Schritte an neuen Ufern

    Der Prognosfokus www.prognosefokus.de ist seit mehreren Wochen online und er wird gut gelesen. Gestern wurde ein weiterer großer Schritt getan.  Dieser Schritt war eine Nachbesserung.  Vielleicht war sie sogar einer der wichtigsten Schritte,  bestand sie doch darin,  dieses Blog mit einem Diskussionsforum zu versehen. Dies wurde deutlich als es nach den ersten veröffentlichten Prognosen zwar viele Besucher des Blogs, jedoch so gut wie keine Kommentare dazu im Blog gab. Dabei hatte man sich doch Kommentare gewünscht. Das Blog zeigte sich hier nicht als das Mittel der Wahl, ins Gespräch, in den Gedankenaustausch mit den Lesern des Prognosefokus zu kommen. Dies musste verbessert werden. Der Gedanke an ein Diskussionsforum nahm Gestalt an und wurde skizziert.

    Entgegen der ursprünglichen Skizze welche lediglich darauf gerichtet war im Prognosefokus Online-Forum über die veröffentlchten Prognosen zu diskutieren, wurde schließlich ein Forenportal geschaffen, in dem alle Richtungen und Schulen der Astrologie eine angemessene Begegnungsstätte finden sollen. Offenbar hat das Portal http://prognosefokus.siteboard.eu schon Anklang gefunden, denn manch vertraute Name aus anderen Foren ist dort schon zu sehen.

    Brückenschläge zu neuen Ufern im zitierten Kontext des letzten Blogbeitrags sind als Initialprozess im Hier und Jetzt durch die  Tat (Mars) realisierte Visionen (Neptun) deren Wesen sich in der Materialisierung (Saturn) gemäß der Natur des Letztgenannten Stück für Stück im Gehen des neuen Weges zeigt. "Es zeigt sich, was Wirklichkeit ist" habe ich zu Saturn-Neptun-Oppositionen hier in diesem Blog einmal geschrieben. So also auch die Tragfähigkeit einer solchen neuen Brücke. Die Saturn-Neptun-Opposition klingt derzeit ab. Doch dauert es nicht mehr lange, bis sich im Tao der beiden (165 Grad Winkelkabstand) mancherorts auf der Welt an Bruchstellen die finale Zäsur zeigt , die sich in schier unüberwindbaren Gräben äußert und durch anstrengende und große  Brückenschläge überwunden werden will. Wo werden die Bruchstellen liegen und welcher Natur werden diese Bruchstellen sein? Wir alle sind in dieser Zeit aufgefordert, besonders wach in die Welt zu bicken.

    Im Kleinen so im Großen. Mit dem Prognosefokus wurde eine Vision Wirklichkeit, deren Wesen es ist, ein umfassendes und hoch differenziertes Bild der Astrologie in der Öffentlichkeit zu zeigen. So wird es nun geschehen, denn jeder Prognostiker, der im Prognosefokus seine Prognosen veröffentlicht, führt sich selbst und die Astrologie in bestem Sinne vor.  Jeder Gegner der Astrologie muss es stehen können, dass dort heute Prognosen veröffentlicht werden, die vielleicht nicht immer richtig, doch später in der Rückschau oftmals auch faszinierende Ausblicke auf Entwicklungen gaben, welche sich tatsächlich so in der Welt manifestierten. Kritik ist willkommen, denn Kritik an der Astrologie ist angebracht. Jeder Astrologe sollte für sie dankbar sein, denn es gibt so viel, was es dort kritisch zu hinterfragen gibt. Dazu gehört allerdings nicht, dass sie funktioniert. Die ethischen, philosophischen und moralischen Fragen, die sie aufwirft sind hingegen immens. Sie wollen mit wachem Auge gesehen, sie wollen diskutiert werden. Darum geht es. Das zu zeigen tat Not, es war höchste Zeit. Es ist an der Zeit, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen.

    Genau das wird jetzt auch mehr und mehr in vielerlei Zusammenhang geschehen, im Großen wie im Kleinen wird sich dies  zeigen: in der großen Politik, in der Wirtschaft - überall wollen die Hausaufgaben gemacht werden.

    Sehen wir sie und lösen wir sie gemeinsam. Jeder an seinem Platz.

  • Brückenschlag zu neuen Ufern

    Brückenschlag zu neuen Ufern

    Es gibt besondere Tage im Leben. Tage an denen eine Vision die Grenze des Reichs der Ideen durchbricht und hier in der Wirklichkeit die ersten Formen von etwas Neuem sichtbar werden lässt. So ein Tag war der soeben vergangene Tag

    Dieses Neue kommt demnächst in einem Blog daher:  Einem Blog, in dem Prognostiker verschiedener astrologischer Schulrichtungen regelmäßig Mundanprognosen veröffentlichen werden. Sie stellen sich damit dem kritischen Blick einer breiteren Öffentlichkeit, sie lassen sich in die Karten sehen. Für jeden Außenstehenden wird über die Zeit somit sichtbar werden, was diese Prognostiker unter Prognostik verstehen, was für diese Prognostiker machbar ist und was eben nicht. Zumindest ansatzweise.

    Ansatzweise deshalb, weil die Erstellung anspruchsvoller Mundanprognosen ein Berg von Arbeit ist. Keiner der beteiligten Astrologen oder Kosmophänomenologen wird eine Mundanprognose für die ganze Welt abliefern können, in der jede einzelne Entwicklung oder Strömung beschrieben wird, die in ihrer Gesamtheit den Blätterwald tagtäglich rauschen lassen. Solch eine Aufgabe wäre eher geeignet für mehrere, in ihrer jeweiligen Unterdisziplin hoch spezialisierte Teams, welche ganztägig mit nichts anderem beschäftigt sind.. Von der Regierung oder der Wirtschaft geförderte astrologische Think-Tanks gibt es aber noch nicht und deshalb wird es schon aus rein wirtschaftlichen Gründen kaum Prognostiker geben, die sich zum Gotteslohn für solch ein Riesenprojekt zusammenschließen könnten..

    Dieses Projekt wird somit ein Projekt relativ bescheidenen Umfanges bleiben. Abstriche müssen daher leider gemacht werden. Somit kann und wird jeder nur die Entwicklungen untersuchen, die ihn beschäftigen. Also erklärt sich in diesem Kontext auch die Frage, warum der jeweilige Prognostiker dieses oder jenes prognostiziert hat, ihm diese oder jene Tendenz zu einem bestimmten Geschehen in irgendeiner Region zu jener Zeit aber nicht aufgefallen ist.

    Lebendige Mundan-Prognostik.
    Wir finden, das alles hat etwas. Eine solche Transparenz in der astrologischen Prognostik hat es bisher unseres Wissensstandes nach  noch nicht gegeben: die Möglichkeit online die in der Vergangenheit erstellten Prognosen verschiedener Prognostiker lesen zu können um diese dann im Hier und Jetzt mit der Wirklichkeit abzugleichen, zu diskutieren und zu kritisieren, Highlights und Schwächen hervor zu heben - ein echtes Novum!  Man muss kein Prognostiker sein um zu erkennen, dass dieses Projekt einen sehr lebhaften Verlauf nehmen könnte, denn nicht selten kam es vor, das astrologische Fehlprognosen vom Strudel des schwarzen Lochs Vergessenheit spurlos aufgesogen wurden. An diesem Ort im Netz aber werden weit und breit keine schwarzen Löcher dieser Art zu sehen sein, wird jeder Autor mit jedem Beitrag mehr und mehr transparent werden, werden seine Stärken und Schwächen überall sichtbar sein...

    Prognostiker sind in der deutschen Astrologenszene übrigens nicht überall willkommen. Manchem psychologisierenden Astrologen sind sie sogar ein Dorn im Auge und es geht sogar die Mär um, dass die astrologsche Prognostik überhaupt nicht funktionieren könne.  Nichs gegen eine Astrologie, in welche Erkenntnisse der Psychologie einfließen.. Ich glaube sogar, dass dies eine sehr gute Mischung ist, wenn Erkenntnisse aus der Psychologie harmonisch in die Astrologie integriert werden. Es wid nur dann kritisch, wenn die Astrologie derart verwässert wird, dass von ihrer Substanz kaum etwas übrig bleibt.

    Astrologie ist Prognostik
    Jede Horoskopdeutung ist eine Prognose. Aus dem Horoskop eines Neugeborenen heraus kann der versierte Astrologe erkennen, welche Potentiale in dem neuen Erdenbürger stecken und wie sein Leben tickt. Auch wenn daraus nicht erkannt werden kann, bei welchem Bäcker der junge Erwachsene in 20 Jahren die Brötchen kaufen wird, oder in welcher Stadt und welcher Straße seine Wohnung später einmal gelegen ist, so bleibt doch, dass das Aufzeigen der dem Menschen innewohnenden Potentiale, die Beschreibung seiner Stärken, seiner Schwächen, der ihm begegnenden Herausforderungen und Chancen im Leben letztlich nichts anderes als eine Prognose ist; -  denn schließlich reichen auch diese Aussagen weit in die Zukunft,  beschreiben sie doch einen Entwicklungsweg, den dieses Neugeborene erst  in der Zukunft beschreiten wird.

    Wer also sagt, dass die astrologische Prognostik nicht funktionieren kann, der sagt genau genommen, dass die ganze Astrologie nicht funktioniert und der sagt damit auch, dass Generationen von Astrologen einem Irrweg folgten.  Mag jeder glauben, was er will - dem in der Sache Unkundigen können solche unreflektierten Äußerungen nachgesehen werden - auch und gerade dann, wenn sie mit größter Inbrunst vorgetragen werden.  Wenn jedoch Astrologen steif und fest solche Aussagen treffen, dann wird es Zeit darüber nachzudenken, was diese Astrologen eigentlich tun, mit welchen Dingen sie sich befassen, was sie immer noch umtreibt, einen Irrglauben lebendig zu halten.  Ich bin Kosmophänomenologe. Mein Betätigungsfeld sind die Abläufe am Himmel und deren mögliche Entsprechung zu ablaufenden Entwicklungen und Prozessen hier in unserer irdischen Wirklichkeit. Die von mir angewandte Prognostik funktioniert - was ganz sicher nicht bedeutet, dass ich nie eine Fehlprognose gemacht habe, noch dass sich Fehlprognosen von mir in der Zukunft nicht wiederholen könnten. Fehlprognosen sind dazu da, dass man ihre Ursachen hinterfragt, die Grenzen seiner eigenen Prognostik entdeckt, die Methode kritisch überprüft und somit erst Verbesserungen und Weiterentwicklungen überhaupt erst ermöglicht.  Das alles schmälert gewiss nicht den Wert der Kunst, sofern die Trefferquote der Prognosen nicht gerade mit Ach und Krach den Zufall übertrifft.

     Vielleicht funktinioniert die von vielen psychologisch ausgerichteten Astrologen als zeitgenössisch verstandene  astrologische Prognostik wirklich nicht hinreichend, weil die von dieser Gruppe aus der Vergangenheit  übernommene Substanz der Astrologie nicht mehr so verstanden und angewandt wird, wie das früher einmal Fall war. Die Gewichtungen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verschoben.

    Das Pendel schlägt zurück
    Und die Gewichtungen verschieben sich erneut. Nachdem die klassische Astrologie seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vom Sog einer psychologisierenden Strömung vereinnahmt wurde, rührt sich jetzt vielerorts Widerstand. Wir finden hier teilweise schon das andere Extrem. Astrologen wenden sich mitunter komplett von der psychologisch orientierten Astrologie ab, kehren gänzlich zu Lily, Morin de Villefranch, Ptolemäus & Co zurück.  Manche gehen dabei sogar so weit, die transsuturnischen Planeten aus dem Horoskop zu verbannen, weil diese bei den Klassikern der Astrologie noch nicht bekannt waren. Die Arbeit an den Wurzeln ist sicher sehr gut und lobenswert, sofern damit nicht das Kind mit dem Bade geschüttet wird und sofern dabei über die Fundstücke ausreichend reflektiert wird, bevor diese übernommen werden. Letztendlich aber entscheidet der Erfolg der Methode, entscheidet die sich darin spiegelnde Schlüssigkeit des ganzen Modells. Dabei spielt es wirklich keinerlei Rolle, ob nur die sieben klassischen Gestirne oder 32 Himmelskörper in das Horoskop Einzug hielten, weil sich neben den bekannten Planeten noch Asteroiden, Kleinstplaneten, Kometen oder sogar die Transneptuner der Hamburger Schule noch zusätzlich in der Zeichnung in einer schier unüberschaubaren Fülle von Aspekten tummeln.

    Wir, die wir den kommenden neuen Blog mit Leben füllen werden, sind zunächst nur wenige. Wir sind unabhängig, wir müssen weder auf Vereinssatzungen noch auf die Befindlichkeiten von Verbänden, Vorsitzenden oder sonstigen Funktionären Rücksicht nehmen. Wir haben uns der prognostischen Forschung verschrieben und wir bewegen uns dabei intellektuell im 21. Jahrhundert. Wir sind nicht Teil des Mainstreams und zu niemanden außer uns selbst und unserer Arbeit verpflichtet..

    Nachdem die ersten Prognosen im Netz stehen, sind auch andere Prognostiker eingeladen, ihre  Prognosen in diesem Blog mit zu veröffentlichen, sofern diese fachlich-qualitativ und vom Umfang her auf einem Niveau sind, dass diese Fachartikel in den Blog hineinpassen. Dabei ist es völlig einerlei, welche astrologische Methode verwendet werden - ob radikal klassische Methoden oder zeitgenössische Verfahren oder auch selbst entwickelte Prognosewerkzeuge zur Anwendung kommen. Nach einer redaktionellen Überarbeitung im Sinne einer qualitativen  Prüfung und der Textkorrektur werden diese Artikel mit der Veröffentlichung eingefroren, damit sie nicht nachträglich passend zum realen Geschehen  modifiziert werden können.

    Soviel zu einer Vision, die sich in der Wirklichkeit langsam zu materialisieren scheint -
    ganz im Kontext der weiten Saturn-Neptun-Opposition ...

  • Opposition und Tao

    Opposition und Tao

    Aus der Zwölfteilung des Kreises ergeben sich die geläufigen astrologischen Hauptaspekte - angefangen bei der Konjunktion, der 1. Teilung  bis hin zur zwölften Teilung, dem 30-Grad-Aspekt, welcher Semisextil genannt wird. Daneben kennt die Astrologie noch weitere Aspekte, die diese Zwölfordnung durchbrechen. Nehmen wir beispielsweise das Anderthalbquadrat mit 135 Grad oder den Quinkunx-Aspekt mit 150 Grad ..  Sehen wir genau hin, dann haben diese Winkel gemein, dass sie auf der 24-Teilung des Kreises basieren. Wenn wir uns dann wiederum ansehen, welche Aspekte durch 15 teilbar sind (ein Vierundzwanzigstel von 360 = 15 Grad), so stellen wir fest, dass alle Aspekte außer Semisextil ( 2 x 15), Trigon (8  x 15) und Sextil ( 4 x 15), diese einen eher dissonanten, spannungsreichen Charakter haben.  Diese Aspekte sind darüber hinaus stark: am Beispiel des Anderthalbquadrates oder des Quinkunx leuchtet dies sofort ein. Dabei kann der Quinkunx im Horoskop noch rasch mit bloßem Auge ohne Aspektscheibe oder Aspektlinien ausgemacht werden, da er eine Differenz von fünf Tierkreiszeichen umschließt - beim 135 Grad umfassenden Anderhalbquadrat ist das schon schwieriger. Schnell kann sich bei flüchtigem Blick der Verdacht einstellen, da liege kein Aspekt vor.. So teilt der 135-Grad-Aspekt auch schnell das Schicksal des Nonils, Quintils oder Biquintils, weil er ebenso wie sie auf den ersten Blick nur mit viel Übung auszumachen ist.

    Von den auf der 24er Teilung basierenden Aspekten nehmen das Anderthalbquadrat, der Quinkunx und der Tao-Aspekt (165 Grad) für mich eine Sonderstellung ein, da ich sie als überaus stark gefunden habe. Rund 16.000 Ereignishoroskope habe ich untersucht und oft habe ich dabei den Tao als maximal bedeutsamen Faktor für das Geschehen bestätigt gesehen. Vieles ist mir seitdem klarer geworden.

    In vergangenen Jahrhunderten war es nicht unüblich, der Opposition einen Orbis zuzusprechen, den heute der moderne Astrologe kaum mehr verwenden würde. Da genügte es dem einen oder anderen Astologen eine Opposition als gegeben anzunehmen, wenn die daran beteiligten Gestirne lediglich in den jeweils gegenüberliegenden Zeichen standen - ohne die Betrachtung des Winkels.  Es mag damals Beobachtungen gegeben haben, die diese Vereinfachung zu rechtfertigen schienen und ich selbst bin schließlich in meinen Jahren der Untersuchung tausender Horoskope zu einem Ergebnis gekommen, dass diese Vorgehensweise erklärt, wenn es diese auch nicht als richtig untermauert. In einem gewissen Sinne aber ist es durchaus zulässig, zur Vereinfachung der Opposition rund 17.5 Grad Orbis beizumessen, wie ich hier zeigen werde.

    Wenn wir gedanklich den Tao in die Opposition mit einbeziehen,  daraus also einen Aspekt machen, dann bekommt die Opposition einen Orbis von rund 17.5 Grad. Ein kühner Gedanke ..

    Doch Vorsicht! Ganz so einfach ist die Sache natürlich wiederum nicht, denn ein exakter Tao ist erheblich stärker als eine schon recht ungenaue Opposition, zudem hat der Aspekt eine andere Natur. Thomas Ring schrieb über ihn "...charakterisierbar als feiner, trennender Schnitt, bei analogen sonstigen Anzeichen deutbar als Beitrag zu schicksalhaften Trennungen ...". Er führt weiter aus "Aspekte dieser Ordnung gelten lediglich als Bestätigung von Tendenzen, die in normalen Aspekten schon angezeigt sind". - So zu lesen im Band 1 seiner "Astrologischen Menschenkunde,  Seite 278, Absatz 2.

    In der Zeit, in der Thomas Ring das epochale Werk seiner "Astrologischen Menschenkunde" verfasste, standen noch keine PC auf den Schreibtischen der Astrologen.  Ich begann mit der Entwicklung des Programms  KME (Kosmophänomenologische Mustererkennung) erst im März 2000. Dieses Programm ermöglicht die Untersuchung tausender mundaner Ereignishoroskope und findet dabei das den verschiedenen Ereignistypen gemeinsame kosmische Muster. Solche Möglichkeiten blieben Ring versagt. Umso mehr hat mich die Stichhaltigkeit und Genauigkeit seiner Darstellung begeistert, die kaum korrigiert, sondern lediglich etwas ergänzt werden muss.

    Anders als Ring den Tao als feinen, trennenden Schnitt, würde ich den Tao als Zäsur bezeichnen. Oftmals korrespondiert er auch mit einer gewaltigen Kraftanstrengung, dem Einsatz erheblicher Mittel, um einen finalen Umschwung, einen finalen Schnitt herbeizuführen. Als Aspekt steht der Tao in seiner Stärke der Opposition tatsächlich kaum nach. Ihn als relativ unbedeutenden Nebenaspekt abzutun, wäre somit fatal. Sein Orbis liegt nach meinen Beobachtungen genähert bei rund 2.5 Grad, umspannt also einen Bogen von ungefähr 162.5 bis 167.5 Grad zulaufend in die Opposition, bzw. 192.5 bis 197.5 Grad ablaufend aus dieser. Genähert deshalb, weil der Orbis in Abhängigkeit von den beteiligten Gestirnen variiert. Auf diese Feinheiten kann an dieser Stelle jedoch aus Platzgründen nicht eingegangen werden. Nur ein Hinweis dazu:

    Das KME-Proekt brachte zum Vorschein, dass jede Gestirnspaarung einen für sie typischen Primär-Orbis hat, innerhalb dessen die Wirkung des Aspektes am Stärksten ist.  Der Sekundärorbis, der den gesamten Gültigkeits-Orbis des  Aspekt umfasst, entspricht einem Vielfachen des Primär-Orbis, wobei der Kreiszahl Pi als Multiplikator eine besondere Rolle zukommt.  Dabei sind Aspekte, deren Orbis jenseits des Primär-Orbis aber innerhalb des Sekundär-Orbis liegt, deutlich schwächer.

    Wer beispielsweise mundane Konstellationen untersucht und den Tao dabei stets im Hinterkopf behält, kann das Ende der durch die Opposition gezeigten Spannung bei etwa 197.5 Grad Winkelabstand (im Ablauf), bzw. den Beginn mit 162.5  Grad Winkelabstand annehmen.  Wenn wir schulmäßig grob geschätzt 10 Grad Orbis für die Opposition annehmen, so stellen wir fest, dass es nur noch einer Strecke von nicht einmal drei Grad bedarf, bis die Gestirne bei 167.5 bzw. 192.5 Grad Winkelabstand in den Orbis des Tao kommen. Dabei ist wichtig zu sehen, dass mt dem Erreichen des Tao die Stärke der astrologisch wirksamen Faktoren wieder rasch zunimmt, diese Aspektstärke dabei um 165 Grad, bzw. 195 Grad Winkelabstand ungefähr wieder die Stärke einer exakten Opposition erreicht, um dann wieder rasch abzunehmen.

    Opposition und Tao haben Gemeinsames. Hier die reine Konfrontation, die auch die konstruktiven Lösungsmöglichkeiten umschließt - dort die Zäsur, die aus der Konfronation erwächst. Beide Fälle werden als Konfrontation erlebt. Im ersten Falle sind noch Lösungsmöglichkeiten in der Auseinandersetzung gegeben, im zweiten Falle lässt die Konfrontation nur noch die Zäsur als Konsequenz zu. Das sind die Unterschiede. Insofern ist es zuläsig, beide Aspekte in der Betrachtung historischer Daten zu einem zusammen zu fassen, wenn es darum geht, das Wesen zweier bestimmter astrologischer Faktoren durch die Betrachtung des Geschehenen zu ergründen. Dabei ist die zeitliche Näher beider Aspekte wichtig - und natürlich muss der Kontext stimmen.

    In meiner Saturn-Neptun-Reihe, in der ich über die Saturn-Neptun-Oppositionen der Vergangenheit geschrieben habe, habe ich von dieser Vereinfachung Gebrauch gemacht. Mir genügte der Blick auf das Kalenderjahr der Opposition und die Sicht auf die Dinge, die sich damals zugetragen haben.  Aus dem vergangenen Geschehen während und kurz vor oder nach den Saturn-Neptun-Oppositionen habe ich dann meine Aussagen entwickelt. In einer Zuschrift warf ein Leser meines Blogbeitrages völlig berechtigt eine Frage auf, indem er schrieb:

    "..Was mich bei den angeführten Beispielen etwas verwunderte, war die Operation
    Lam Son 719 zwischen Anfang Februar und Ende März 71. Da ging es, wenn ich
    Sie richtig verstehe, um den desillusionierenden Charakter. Doch am 25. März
    71 stand Saturn auf 19.29 Grad Stier und der Neptun auf 2.58 Grad Schütze.
    Kann man einen so großen Orbis wirklich gelten lassen? Da fände man immer
    etwas."

    Während der Operation Lam Son 719 war fast die ganze Zeit ein Saturn-Neptun-Tao aktiv. Mit nur einer recht kleinen zeitlichen Lücke von wenigen Wochen ging dieser Tao über in die Opposition im Frühjahr/ Sommer 71. In diesem Beispiel sehen wir sehr anschaulich beides: den desillusionierenden, mitunter bankrottalen Charakter der Saturn-Neptun-Opposition und die Zäsur, die durch den Tao vor der Opposition herbeigeführt wurde. Vielfach wird Lam Son 719 als der Anfang vom Ende des Vietnam-Krieges angesehen. Mit Lam Son 719 zeichnete sich ab, dass dieser Vietnamkrieg für die US-Truppen wahrscheinlich nicht mehr  zu gewinnen war.

    Doch auch in 2008 steht uns ein Saturn-Neptun-Tao bevor - die in der letzten Saturn-Neptun-Opposition angelegten Themen sind also noch nicht aus der Welt. Genauer: in der Zeit von Mitte Juli bis in die zweite August-Hälfte 2008 bilden beide den Tao-Aspekt miteinander...   Bereits im Oktober 2007 und später im Januar / Februar 2008 hatten Saturn und Neptun jeweils einen Tao gebildet. Werfen wir doch einen Blick auf das, was damals  geschah:
     
    Oktober 2007: Vor der Nothern Rock Bank standen die Menschen Schlange, um ihr Geld abzuheben,  die Schweizer UBS meldete wegen der Suprime-Krise ihren ersten Verlust seit 9 Jahren, die Citigroup beziffert ihren Abschreibungsbedarf auf rund 6,5 Mrd. Dollar, Merril Lynch stellte wegen Abschreibungen von rund 4.5 Mrd. Dollar die ersten Quartalsverluste seit sechs Jahren in Aussicht. Mehr und mehr zeigten sich die Ausmaße der Krise, bei immer mehr Banken kamen Fakten ans Licht.

    Januar / Februar 2008 wiederholte sich der Saturn-Neptun-Tao erneut . Die Börsen wurden hektisch, nervös - und schließlich zeigten sich massive Kurseinbrüche. Der Kurs der Hypo Real Estate brach ein, nachdem das Unternehmen eingeräumt hatte, rund 400 Millionen Dollar auf Grund der Hypothekenkrise abschreiben zu müssen und deshalb das zuvor gesetzte Unternehmensziel nicht mehr zu erreichen war.  Der Dax zeigte am 21. Januar 2001 den massivsten Kurssturz seit dem 11. September 2001.  Die IKB geriet wieder in die Schlagzeilen, die BayernLB gab zu, rund 4 Mrd. Euro in hoch riskante Subprime-Papiere investiert zu haben, die Angst vor einer Rezession in den USA wuchs und wurde bei vielen im Laufe der Zeit zur Gewissheit...

    Juli-Augist 2008: es wird eine spannende, interessante Zeit, in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Krise wird bis dahin sicher noch nicht ausgestanden sein, doch zeigen sich in dieser Zeit die Wege, die verbaut sind und jene, die noch gegangen werden können oder sogar gegangen werden müssen...  Eine richtige astrologische Prognose wäre hier sicher angemessen um zu sehen, welche Entwicklungen in der Latenz liegen...

  • Mein Weg zum Prognostiker - eine Lebensgeschichte

    Die Astrologie ist keine anerkannte Wissenschaft. Umso schwieriger ist es somit für die Studierenden, zu entscheiden, welche Materialien zweckdienlich sind und welche man getrost dem Reisswolf überantworten könnte. An zahlreichen Stellen in diesem unseren Lande kann man heutzutage Seminare und Workshops besuchen und vieles von dem, was da angeboten wird ist  auch wirklich gut. Wahrscheinlich aber auch nicht alles. Es ist wie überall im Leben.. 1971?  Vielleicht auch 1970. Damals,  ja damals da war war alles noch ganz anders. Wie es damals für so manchen war, das erfahren sie jetzt.

    Ich war 13 oder 14. Und ich war mächtig verliebt. Karla hieß sie. Und sie wohnte im Rheinland, wo auch ich damals wohnte. Nun ja: mich interessierten damals schon die Sterne. Allerdings mehr durch das Spiegelteleskop zweier Jugendfreunde, die zwei richtige junge Astronomen waren. Hatte ich die beiden im Jugendheim kennengelernt? Ich glaube so war es. Wir waren natürlich auch Science-Fiction-Freunde und diskutierten oft auch über die Romane dieses Genres.

    Auf einem Bauernhof unweit der S-Bahn und weit genug von den Lichtern der Kleinstadt stand in einem Holzverschlag das 30cm Spiegelteleskop meiner Astronomiefreunde.Mit einer Brennweite von gut und gerne zwei Metern erlaubte es Einblicke, die ich so noch nie bekommen habe. Unvergessen die Winternacht,  in der ich Saturn durch das Teleskop erblickte! Majestätisch sein Annblick! Ich konnte sogar die Schatten erkennen, welche die Ringe auf Saturn warfen. Ich war beeindruckt.! Für mich war fortan Saturn der schönste Planet in unserem Sonnensstem. Natürlich wäre ich am Liebsten gleich Astronom geworden, doch mein Leben sollte mich auf einen völlig anderen Weg führen ..

    Zurück zu Karla. Sie war unter dem Tierkreiszeichen Skorpion geboren. Es war nun leider ausgerechnet jemand in meinem nahen Umfeld, der mir ständig damit auf die Nerven ging, dass Skorpione oftmals böse seien und bestimmt nicht der richtige Umgang für mich wären. Immer und immer wieder wurde ich damit genervt und in mir wuchs der Widerspruchsgeist ins Gigantische.

    Irgendwann an einem Samstag stand ich am Bahnhof und wartete auf den Zug in Richtung Bonn. Ich wollte Verwandte besuchen. Ich musste noch fast eine Stunde auf den Zug warten und mir war langweilig. "Ein Taschenbuch könnte genau das Richtige sein", dachte ich.. An einem der Drehständer fiel es mir in die Hände. "Der Wassermann". Ich bin mir nicht mehr sicher aus welchem Verlag es war. Ich bin Wassermann und dachte eigentlich, mich recht gut zu kennen. Es könnte Heyne gewesen sein - ich weiß es nicht mehr. "Na endlich ! - jetzt wird mit diesem verdammten Unsinn ein für allemal aufgeräumt!" Ich freute mich schon diebisch darüber, wie ich meinem Kontrahenten in Sachen Karla die ganze Astrologie in Null-Komma-Nichts in die sinnlosen Einzelteile zerlegen würde.

    Der Wassermann.
    Da stimmte schon gleich auf den ersten Seiten etwas. "Ja nun ! Das ist doch klar! Wenn man die Menschheit in nur zwölf Gruppen unterteilt, dann wird man durchaus darin etwas finden, was auf jeden passt." Außerdem: Ein paar Sachen wollten überhaupt nicht passen. In Gedanken klopfte ich mir schon auf die Schulter. "Na also! Da haben wir es doch !"

    Plötzlich lief die Sache sehr dumm für mich. Irgendwo mittendrin kam nämlich der Teil, der auch die Berechnung des Aszendenten zuließ. Somit wurden aus den 12 verschiedenen Grundtypen schon 144. Ich berechnete meinen Aszendenten und dann las ich nach. Zuerst einmal wurde ich etwas sprachlos, weil die bei Wassermann mit Aszendent Waage stehende Beschreibung schon verdächtig viele Merkmale aufwies, die ich bei mir fand. Dann stand da noch drin, wie ein richtiges Horoskop mit Sonne, Mond und allen Planeten, mit deren Felderstellung und der ganzen Aspektstruktur dazu noch aussieht. Ein paar Grafiken waren zur Anschauung abgebildet, aber nicht wirklich gedeutet.

    "Du lieber Himmel! - Was ist das denn?", erschrak ich, "Wenn schon alleine durch diesen saublöden Aszendenten schon soviel stimmt, wie schlüssig mag das Ganze erst einmal sein, wenn alle Faktoren genommen werden?"  Dann fraß ich den Rest des Buches in Rekordzeit.

    Wieder zu Hause angekommen, habe ich dann meinem Kontrahenten erzählt, wie dumm und gegenstandslos seine ganze Begründung ist. Natürlich sei Karla ein klasse Mädchen (und das war sie auch). Wie könne man nur so einen furchtbaren Unsinn daher reden! Wenn man schon eine astrologische Begründung liefern wolle, dann sei dies nur über den richtigen astrologischen Vergleich zweier echter Horoskope möglich und nicht mit so einem schrecklichen Sonnenstandsunsinn. "Hä?" - Da kam ein nicht gerade intelligenter Gesichtsausdruck in die Welt. "Ja. Die Astrologie scheint tatsächlich zu funktionieren, aber ganz bestimmt nicht so, wie Du es hier darstellst.", war mein Statement dazu.

    Dann sollte ich wieder Monate, ja ein paar Jahre lang Gitarre spielen und all das tun, was Jugendliche in diesem Alter zu tun pflegen und hin und wieder zwischendurch las ich recht merkwürdiges Zeugs. Ich durchstreifte damals alles, was als esoterisch, mysteriös und geheimnisvoll daher kam. Der beeindruckendste Schinken hieß "Die Welt der geheimen Mächte" und genau der war es, der ein recht großes Kapitel über Astrologie enthielt. Es folgten dann Bücher wie "Das Leben vor dem Leben" und ähnliches mehr .. und wenn man aber genau hin sieht, dann war da - wenn überhaupt - nur seichteres Material über Astrologie dabei.

    1976 war ich Soldat. Und ich hatte meine erste eigene Bude. Als Zeitsoldat hatte ich deutlich mehr im Portemonnaie und es reichte sogar noch für ein Auto. Immer und immer wieder war das Thema Astrologie in mir hochgeblubbert, es ließ mich nicht mehr los. Aber um damit richtig anfangen zu können, benötigte ich Ephemeriden, Häusertabellen und ein paar richtige astrologische Lehrwerke. Das war ein ganz schöne Investition damals, denn Ephemeriden waren teuer und so billig waren die anderen Fachbücher ja nun auch wieder nicht. Das eigentliche Problem bestand aber darin, dass ich mir immer noch nicht sicher war, wie weit ich dieser Sache überhaupt trauen konnte und ich absolut keine Lust verspürte, jetzt unnötig Geld aus dem Fenster zu werfen für vielleicht überflüssige Dinge. Ich wollte mich auf das Notwendigste beschränken  (mein Saturn in Feld 2 ließ da freundlich  grüßen!).

    Dann habe ich die verschiedenen Angebote studiert. Da gab es einen Alexander von Pronay, der hatte ein Buch mit dem Titel "Helfen Horoskope hoffen?" veröffentlicht. Ich kannte ihn nicht. Unter Astrologen sollte er aber bekannt sein, das stand irgendwo. Im Anhang des Buches befanden sich jedenfalls 10-Tages-Ephemeriden für die schnell laufenden Planeten und Monatsephemeriden für die langsamen Wandelsterne. Das Ganze zudem für einen ausreichend großen Zeitraum, damit ich auch mein Horoskop und andere einigermaßen genau berechnen konnte. Feldertabellen nach Placidus für die deutschen Breitengrade, eine durchsichtige Aspektscheibe zum Suchen der Aspekte zuwie ein paar Horoskopformulare rundeten das Buch ab. Da mir das aber ein bisschen wenig vor kam, bestellte ich doch besser noch Alan Leos Astrologische Lehrbücher Band 1 bis 5 als Paperback gleich mit dazu, denn die waren spottbillig.

    Das ganze brachte eine Initialzündung, die dazu führte, dass ich so gut wie alles, was mir die Bücher vermitteln konnten, in weniger als drei Wochen konsumiert und begriffen hatte. Ich war zum Astrologen geworden. Die Wände meiner Wohnung waren mit selbst erstellten Horoskopzeichnungen zugekleistert, und wenn ich früher nur hin und wieder klassische Musik gehört hatte, so tönte plötzlich nur noch diese und nicht zu selten auch noch Wagner aus den Lautsprechern meiner Stereo-Anlage.

    Ich machte rätselhafte Entdeckungen. Ich sah Dinge, die in keinem meiner Bücher beschrieben waren. So fand ich zum Beispiel heraus, dass wenn ein Planet genau in der Mitte von zwei anderen steht, dass dies eine sehr starke Wirkung hat. Ich hatte soeben die Halbsummen  entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass die Halbsummen ein uralter Hut sind und das darüber schon unendlich viel geschrieben worden war.

    Meine Freunde wandten sich von mir ab, weil ich wohl völlig bescheuert geworden sein musste. Für Diskotheken war ich plötzlich nicht mehr zu haben und man konnte mit mir offenbar überhaupt nichts gescheites mehr anstellen.  Nein - es waren nicht die Astronomen ! Die hatte ich schon lange vorher aus den Augen verloren ..

    Meine kleine astrologische Bibliothek explodierte förmlich. Das erste was kam, waren richtige Ephemeriden. Ich legte mir den "Kursus der Astrologie" von Dr. Freiherr von Klöckler, "Die Kombination der Gestirnseinflüsse" von Reinhold Ebertin und noch viele andere Bücher zu, deren Namen ich schon wieder vergessen habe. Ich besitze vieles davon schon längst nicht mehr. Schließlich stieß ich auf die Hamburger Schule. Gleich acht hypothetische Wirkfaktoren, die sogenannten "Transneptuner" kamen hinzu. Ich war wieder einmal sprachlos, ging aber Stück für Stück im Selbststudium da heran, befasste mich damit. Den Schwenk ganz in diese Richtung vollzog ich aber dann doch nicht, weil diese Geschichte doch sehr komplex war und ich befürchtete, da ohne fremde Hilfe nicht mehr so einfach weiter zu kommen. Vom Großraum Köln ist Hamburg ein gutes Stück entfernt. Es gab niemand, mit dem ich mich hätte austauschen können. Also was soll's?! Das Gros der Astrologen kam auch ohne die Hamburger Schule aus und so beschloss ich, meine ganz normalen Studien zuerst einmal fortzusetzen.

    In der Zwischenzeit hatte ich meine erste Prognose gemacht. Für die Firma meines ehemaligen Lehrherren, bei dem ich eine sehr gute kaufmännische Ausbildung genossen habe. Es war aus reiner Dankbarkeit. Der Lehrherr war stets sehr gut zu mir gewesen und ich wollte mich mit dieser Geste erkenntlich zeigen. Er war beeindruckt und etwas verunsichert. Einige Strömungen musste ich sehr gut erfasst haben und die sich aber daraus ergebende Prognose wollte ihm nicht so recht gefallen. "Mein Gott ! Der Junge ist ja noch keine 20! Die Astrologie mag ja vielleicht funktionieren, aber er - nein - dazu ist er sicher noch zu jung, um das zu können", mag er sich dabei wohl gedacht haben. Es kam aber anders. Die Prognose hat bis ins Detail gesessen und mitten in dem von der Prognose umschlossenen Zeitraum hat er noch rechtzeitig gemerkt, wie er dagegen steuern konnte, wie er sich einiges davon zu Nutze machen konnte. Das hat ihm geholfen.

    Ich sollte aber auch einmal eine wirklich grandiose Fehlprognose hinlegen. Allerdings nicht für ihn, sondern für eine Freundin, die in dem HiFi-Laden arbeitete, der ihren Eltern gehörte. Wir kannten uns gut. Ich hatte dort meine erste richtige HiFi-Anlage gekauft. Ich erinnere mich noch sehr gut an sie. Ein traumhaftes Naturblond, sehr intelligent, charmant und wirklich bildschön und verheiratet. Und ich wollte stets "Wagner!" und sie überzeugte mich jedes Mal, alles andere zu kaufen aber doch nicht so etwas. So ging ich dann oft genug statt mit irgendeinem Stück des Rings oder mit dem Holländer mit einigen Klavier- oder Violinkonzerten oder mit ein paar Symphonien anderer Meister stolz nach Hause. "Kannst Du uns mal ein Horoskop machen?" - "Aber natürlich, Conny! Gerne." - Gesagt, getan. Oh ja: ich sah Ereignistendenzen. Mmmn .. das musste sich ja toll anfühlen. Jupiter schwirrte meiner Meinung nach an der richtigen Stelle herum, Neptun, Saturn .. Das sah alles wirklich klasse aus. Ein richtiger Glückstreffer! Aber irgendetwas musste ich dabei gewaltig übersehen haben: der Ereignistag war zwar richtig prognostiziert, aber statt des absoluten Glückstreffers gab es einen Wasserrohrbruch, der eine Menge Unheil anrichtete. Es gab dort Stress ohne Ende. Mein Gott,  was war mir das peinlich ! Zum Schluss haben wir alle lauthals darüber gelacht, denn die Versicherung hat den Schaden ja übernommen.

    1977 war es dann schließlich, als ich den Deutschen Astrologen Verband anschrieb. Ich wollte "Förderndes Mitglied" werden. "Gäbe es vielleicht in meiner Nähe einen Astologen, der bereit wäre, mit mir seine Erfahrungen auszutauschen? ", war die Frage an den Vorsitzenden. Ja, den gab es tatsächlich. Nur wenige Tage später rief mich ein sehr freundlicher älterer Herr an. "Herriger. Guten Tag Herr Wolters!" Ich wohnte mitlerweile in Opladen und wie sich herausstellte wohnte er kaum 500 Meter von mir entfernt in der Altstadtstraße. Wir sahen uns dann regelmäßig.  Bei einer unserer ersten Begegnungen habe ich ihm voller Stolz von meiner Büchersammlung erzählt und was es da Spannendes zu lesen gäbe! Er trank an seinem Tee, sah mich an und sagte mir in seinem rheinischen Akzent sehr freundlich und mich verständnisvoll lächelnd anblickend: "Wissen Sie was Herr Wolters? - Die janzen Büüscher, die können se jetz  all verjessen." Ja, da habe ich sie vergessen. Wir sollten uns noch so oft sehen. Jahrelang mehrmals in der Woche.. Wir tranken Tee, sprachen über die Astrologie, über die Menschen, über das Leben eines astrologischen Prognostikers und er stellte mir reichlich knifflige Aufgaben. Albert Herriger war ein sehr bescheidener Mann. Schließlich fand ich mehr über ihn heraus. Edith Wangemann sagte von ihm, er sei ein Hellseher. Solche Prognose könne kein Astrologe machen. Dr. Walter Koch, der zu Lebzeiten mit Herriger befreundet war, sah dies allerdings anders. Er sah in ihm einen der besten Prognostiker Europas.

    Anfang der 80er Jahre stand ich mitten in meinem Beruf. Neues hatte sich aufgetan. Herriger und ich sahen uns immer seltener. Nicht zuletzt war ich ja auch wieder umgezogen und wohnte jetzt 30 Kilometer von ihm entfernt. 1982 machte ich beim Deutschen Astrologen Verband mein Diplom. Vorher ging es nicht, weil die Altersgrenze von 25 Jahren für die Zulassung zur Prüfung noch nicht erreicht war. Herriger und ich telefonierten regelmäßig miteinander, wir feierten in den Jahren bis zu seinem Tod dann traditionell die Jahreswechsel bei mir.  Ich entwickelte in den 80er Jahren neue Prognosetechniken und schrieb Astrologieprogramme, die mich vor allem bei der Prognostik und der prognostischen Forschung weiterbringen sollten. Das taten sie dann auch.

    Als ich Herriger kennenlernte, war ich noch Bundeswehrsoldat. Mir ging es zwar nicht schlecht, doch hätte ich ihm all diese Stunden, die wir zusammen verbrachten, nie und nimmer bezahlen können. Er hätte wahrscheinlich auch seinen Unmut geäußert, wenn ich ihm Geld angeboten hätte, denn kaufen ließ sich Herriger ohnehin nicht. Von niemand. Er war ein Berufs-Prognostiker, der hauptsächlich für die Industrie und öffentliche Institutionen gearbeitet hat. Heute bin ich selbst Prognostiker. Ich denke oft voller Dankbarkeit an diese Zeit zurück.

  • Das Tageshoroskop des Geburtsortes nach Dr. Koch

    Das Tageshoroskop des Geburtsortes nach Dr. Walter Koch

    Dr. Walter Koch ist unter anderem bekannt für die Publikation des GOH-Feldersystems - von ihm selbst GOHS genannt – welches auch einfach als Koch-Felder bezeichnet wird. In den 60er und 70er Jahren war das GOH-System das von Prognostikern eindeutig favorisierte Feldersystem auf Grund seiner Stimmigkeit. Mit dem allmählichen Schwund an Prognostikern hat sich auch die Gemeinde der Nutzer dieses Feldersystems deutlich verringert. Auf Dr. Koch geht vermutlich auch das „Tageshoroskop des Geburtsortes“ zurück, dessen Berechnung in einer losen Beilage seiner „Häusertabellen des Geburtsortes“ beschrieben wurde. Er selbst hat dazu auch mehrere Fachbeiträge in den Printmedien seiner Zeit veröffentlicht. Das TH gleicht in der Berechnung dem Sonnentransithoroskop. Es gilt vereinfacht:Sternzeit des Ereignistages + Ortszeit der Geburt = Sternzeit des K.P. des Tageshoroskops.

    Soll zum Beispiel für eine Radix, die wir für den 31.01.1957, 00:05 MEZ Bonn gestellt haben, ein Tageshoroskop für den 17.11.2007 in Hamburg berechnet werden, so ginge man folgendermaßen vor:

    Wir tragen im Programm als Datum den 17.11.2007, als Geburtsort Bonn und als Uhrzeit 00:05 MEZ ein. Das war es schon. Wäre das Horoskop für den 15. Juni zu stellen, gilt es aufzupassen! Klammheimlich machen manche Programme dann aus 00:05 MEZ etwas, was wir nicht wollen, nämlich 00:05 MESZ! Bitte immer die Zeitzone überprüfen! Umgekehrt gilt das Gleiche. Wenn jemand in der Sommerzeit geboren ist und ein Tageshoroskop für die Winterzeit berechnet werden soll, dann werden viele Programme aus der eingegebenen Geburtsstunde aus der Sommerzeit wieder Winterzeit machen.


    Merksätze:
    Sowohl die Verwendung von Aspekten auf die Felderspitzen als auch die Anwendung eines Teils der Determinationslehre (Herr von – in) verbieten sich in der Nutzung der Technik TH, wenn statt GOHS (Kochfelder) ein anderes Feldersystem verwendet wird, weil beides bei der Anwendung von anderen Feldern als denen des GOH-Systems zu Fehlprognosen führen wird. Außerdem geht diese Prognosetechnik auf Koch zurück und es ist die Frage, ob sie mit anderen Feldersystemen schon alleine systembedingt überhaupt dauerhaft zu zuverlässigen Ergebnissen kommt. Das Tageshoroskop des Geburtsortes von Dr. Koch ist eine sehr gute Ergänzung zum Sonnentransit-Horoskop, da beiden eine verwandte Betrachtung zu Grunde liegt. Ja, man kann das Tageshoroskop als ein tageweise weitergeführtes Sonnentransit-Horoskop betrachten. Es empfiehlt sich immer, vor dem Tageshoroskop zunächst einmal das Sonnentransit-Horoskop zu betrachten um festzustellen, ob und welche „größeren Dinge“ anstehen. .Es kann sich im Tagshoroskop nicht mehr auslösen als das, was im Sonnentransit-Horoskop angezeigt ist. Im Sonnentransit-Horoskop wiederum kann sich nicht mehr anzeigen, als das, was in der Radix zu finden ist. Was insgesamt in den Sonnentransit-Horoskopen eines Jahres angezeigt ist, muss hingegen nicht deckungsgleich mit Solaren, Lunaren, Sekundärdirektionen und ähnlichem sein, da das Sonnentransit-Horoskop präziser ist.

  • Die Zeitanalse

    Die Zeitanalyse

    Ist es nicht so, dass jede Prognose auch eine Zeitanalyse ist ?“

    So könnte man sich fragen. Der Übergang zwischen beiden wird fließend sein, denn schließlich ist ja in beidem beides vorhanden. Der Hauptunterschied besteht darin, dass wir bei einer Zeitanalyse durch tiefe Interpretation hinterfragen, welche Strömungen, welche Energien in der Latenz verborgen liegen und auch wie diese miteinander interagieren. Wir beschreiben somit all das, was wirksam ist. Diese Analyse der Qualität der Zeit zeigt die Möglichkeiten, bzw. den Rahmen auf, innerhalb dessen wir uns im Kontext unseres persönlichen Seins durch den untersuchten Zeitabschnitt bewegen. Das alleine ist noch keine Prognose. Wir überlassen es dem Fragenden, daraus eine mögliche Entwicklung für sich, für sein Vorhaben herzuleiten und verzichten darauf, konkrete Ereignis- oder Verlaufsprognosen zu entwickeln. Im Bilde gesprochen: wir zeichnen, malen sozusagen eine Landschaft in der Zeit aus einer möglichst übergeordneten Perspektive. Wir beschreiben Wege und Kreuzungen, Siedlungen und Menschen, Feld und Flur, Flora und Fauna. Wir beschreiben all das so gut wir können und lassen die Entscheidung für den einzuschlagenden Weg, für das Ziel der Reise ganz in den Händen dessen, der sie erstellt haben will. Wir geben ihm damit lediglich das Material für von ihm selbst erstellte Wegbeschreibungen. Umso mehr in der Zeitanalyse auf zeitgenössische Wertungen, Blickwinkel, Betrachtungen verzichtet wird, umso abstrakter und sozusagen bild-immanenter sie ist– anders gesagt: je näher sie bei den kosmischen Phänomenen selbst und in ihrer ganzen Tiefe bleibt, umso deutlicher und brauchbarer wird sie für den sein, der sie zu lesen versteht. Hier liegt die Betonung. Eine ganz in diesem Sinne strenge kosmophänomenologische Betrachtung der Zeitqualität dürfte für den mit astrologischen Materialien unvertrauten Leser eine sehr schwere Kost sein.

  • Die Grenzen der Prognostik

    Die Grenzen der Prognostik

    Eines ist derzeit sicher:


    Die Grenzen werden auf jeden Fall vorgegeben von dem Vermögen des Prognostikers, von den zur Verfügung stehenden Prognosetechniken und dem jeweils gesicherten Stand der allgemeinen Erkenntnisse der Prognostik. Weitere Grenzen können derzeit noch nicht als gesichert angesehen werden. Insofern bewegen wir uns in einem Modell, welches innerhalb dieser gezogenen Grenzen seine Gültigkeit hat. Das ist legitim, denn andere Wissenschaftler auf der ganzen Welt tun genau das Gleiche.

    Bisher ist es leider noch nicht gelungen, diejenige Grenzen zu finden, bei der das Un-bestimmbare eindeutig sichtbar und benennbar geworden wäre, wie wir noch sehen werden. Jenes Unbestimmbare, dass sich als leichtgewichtig wie eine Feder im Wind in eine Waagschale unseres Lebens wirft, um die Waage mal zur einen, mal zur anderen Seite sinken zu lassen. Fänden wir dieses Unbestimmbare, dann könnten wir durch die eigene Tat oder Unterlassung derselben auf den Ablauf unseres Lebens einen großen Einfluss nehmen, indem wir dieses Unbestimmbare durch uns bestimmbar machen. Wir vermuten, dass es dieses Unbestimmbare gibt und wir handeln demgemäß. Doch wissen wir es? Grenzen werden immer neu nach hinten verschoben. Die Lösung einer Frage wirft das nächste Hundert Fragen auf ...

    Das alles heißt aber keineswegs, dass es keine absoluten Grenzen gibt, die jenseits der Prognostizierbarkeit liegen.. Sie zu finden ist seit jeher das Streben vieler Prognostiker. Dabei geht es darum mit dieser Grenze den Ort zu erreichen, von dem aus kristallklar sichtbar wird, wo der Mensch wirklich die Freiheit besitzt sein Leben selbst zu bestimmen.

    Bis jetzt sind wir da aber noch nicht angelangt. Diese Grenze liegt im Dunkeln. Sie ist bis jetzt ein unentdecktes Land. Wir stützen uns deshalb hilfsweise auf Annahmen, wie etwa dass die Anlagen gefügt, vorgegeben sind und gehen davon aus, dass wir innerhalb der definierten Grenzen unseres Wesens diesen Willen relativ frei entfalten können, begrenzt durch die Sozialisation, begrenzt von den Gegebenheiten., die uns schicksalhaft begegnen und den Inszenierungen, die wir selbst in unserem Leben instanziert, geschaffen haben. Daraus ergibt sich, dass wir zum Einen in bestimmten Situationen irriger Weise glauben, wir hätten eine freie Willensentscheidung gefällt und das darüber hinaus die Möglichkeit besteht, dass wir dies in anderen Fällen tatsächlich getan haben. So gesehen haben wir nur in gewissem Umfange die Möglichkeit, selbst an unserem Schicksal mitzuwirken. Doch dies genügt vollauf, jeder fatalistischen Sicht der Dinge eine klare Abfuhr zu erteilen.

    Für diese Annahmen gibt es gute Gründe. Bei genauerer Betrachtung waren Prognostiker eigentlich von jeher bemüht, bestimmte Zeiten als dienlich, andere wiederum als hinderlich für die Durchführung verschiedener Aktivitäten zu definieren. Das hat sich bis heute nicht geändert. Darin ist implizit enthalten, dass es zumindest etwas wie eine über tausende von Jahren gesammelte im Kollektiv versunkene Erfahrung oder gar Erkenntnis oder ein inneres Wissen darüber gibt, dass das Leben nicht vom ersten bis zum letzten Atemzug determiniert ist, sondern das wir die Möglichkeit besitzen, in gewissem Umfange aktiv unser Leben zu gestalten, denn sonst wären solche Überlieferungen nicht zu Stande gekommen.

    Auf Grund der prognostischen Bewertung eines Aspektbildes unternehmen wir also etwas, stoßen eine Entwicklung an. Das Problem dabei ist nur, dass das Ergebnis von so instanzierten Prozessen sich mühelos aus dem Bild entwickeln lässt. Können wir also sicher sein, dass es sich bei dem von uns initiierten Prozess nicht schon um die Erfüllung eines radikal angelegten Entwicklungsmusters handelt ? Dass es also nicht genau das war, - lassen Sie es mich blumig ausdrücken „wozu uns die Sterne geneigt machen wollten“ ? Letzten Endes wissen wir es nicht. Genau das ist das Problem. Wir helfen uns an dieser Stelle damit, dass wir sagen, dass auch diese Möglichkeit nur eine von vielen war, die in der Latenz lag und dass wir uns bewusst für diesen Weg entschieden haben. Wir haben jedoch nicht die Möglichkeit, in der Zeit zurückzugehen und es noch einmal auf eine andere Art und Weise zu versuchen um dann daraus abzuleiten, wie viel wir Kraft unserer freien Entscheidung im Leben tatsächlich frei bewerkstelligen können.

    Die Prognostik wirft an dieser Stelle eine Vielzahl philosophischer und ethischer Fragen auf, die sich jetzt und hier sicher nicht bewältigen lassen.

    Bleiben wir also bei den Annahmen. Wir nehmen an, dass wir nicht Marionetten gleich durch unser Leben geführt werden, sondern dass wir mit dem Erkennen der Chancen und Möglichkeiten in die Lage versetzt werden, aktiv unser Leben gestalten können. Umso feinere Aussagen die verwendete Prognosetechnik erlaubt, umso mehr Möglichkeiten besitzen wir zu erkennen, welche Optionen sich für uns auftun.

    Verlassen wir nun diese Ebene und wenden wir uns nun eher alltäglichen, eher handhabbaren Betrachtungen zu,

    Was vermag die Prognostik zu leisten ?

    Innerhalb gewisser Grenzen sind Ereignisprognosen möglich. Dies gilt besonders für den Ablauf von verschiedenen Prozessen, die ein Mensch ins Leben hebt. Massive Unfallkonstellationen am Renntag werden es zum Beispiel einem Formel-1-Rennfahrer kaum ermöglichen, den Grand Prix zu gewinnen. Dafür, dass es diesem Geborenen möglich ist, einem Unfall zu entgehen, wenn er nicht in seinen Rennwagen steigt und das Rennen für sich ausfallen lässt, gibt es Indizien.

    Wenn wir wissen, was ein Mensch aktivieren möchte, wohin also die Stoßrichtung seiner Willensentfaltung geht, dann sind wir in der Lage, sehr differenzierte Prognosen zum Ablauf der kommenden Entwicklung abzugeben. Genauso erkennen wir Ereignistendenzen oder einsetzende Entwicklungen, die sich für den Verlauf des folgenden Lebens als schwerwiegend oder prägend herausstellen können.

    Wir können in solchen Fällen nur analysieren und interpretieren und so eventuell vorhandene Chancen und Risiken, Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen. Dies umso detaillierter und differenzierter, umso feiner das verwendete Prognosewerkzeug ist.

    Wir müssen uns aber damit abfinden, dass wir keine Schicksalsschläge abwenden können. Vielleicht empfiehlt es sich auch gerade deshalb, darüber keine konkreten Aussagen zu machen, weil dies den Horoskopeigner nur unnötig belastet. Besser ist es, ihm an dieser Stelle die Hand zu halten, ihn vielleicht noch – wenn überhaupt - auf kommende Herausforderungen in den angesprochenen Lebensbereichen hinzuweisen, ohne konkret das Ereignis als solches zu benennen. Und sei das untersuchte Horoskop noch so schwer, so werden wir auch immer wieder Dinge darin sehen, die Hoffnung und Kraft geben, die dem Menschen die Möglichkeit geben, diese durchzustehen und daran zu wachsen. Dies gilt es zu fördern, dafür gilt es Bewusstsein zu schaffen. So können wir Kraft geben statt Ängste ins mitunter Unermessliche wachsen zu lassen.

    Der Prognostiker mag Wege aufzeigen, vorhandene kosmische Situationen besser im Sinne des geplanten Vorhabens zu berücksichtigen oder sich einen gewissen Rückenwind dabei zu Nutze zu machen. Das mag für das Leben, bzw. für das Vorhaben erleichternd, begünstigend wahrgenommen werden. Was derzeit vermutlich keinem Prognostiker gelingen wird, ist exakt zu sagen, in welcher konkreten Lebenssituation, in welchem sozialen Umfeld und in welcher Position genau dort der Betreffende in 20 Jahren sein wird.

    Dieser Text war Einleitung meines Vortrags "Prognosetechnik für Astrologen" am 17. November 2007 in Hamburg

  • Aus der astrologischen Forschung

    Über die Primär- und Sekundärorben der
    Aspekte in der Ereignisauslösung.

    Aus der Welt der Transite: Zur Beurteilung dessen, ob es überhaupt einen auslösenden Aspekt zwischen zwei Horoskopfaktoren gibt, betrachtet man die gegebene Situation folgendermaßen:

    Solch ein Aspekt existiert genau dann, wenn der Winkel, den beide Faktoren miteinander bilden eine maximale Toleranz (Orbis) aufweist, die kleiner oder gleich dem kleinsten Sekundärorbis ist, wobei gilt:

    Sekundärorbis = Primärorbis * Pi 

    Wenn dabei die Toleranz größer ist als der kleinere Primärorbis, dann handelt es sich um einen auslösenden plaktischen Aspekt. Liegt die Toleranz aber innerhalb des kleineren Primärorbis, dann sprechen wir von einem genauen Aspekt. Ist die Toleranz größer als der kleinste Sekundärorbis, ist der Aspekt nicht mehr auslösend.

    Für Sonne und Achsen stellt ein Primärorbis von 1.0 Grad eine gute Näherung dar, Pi selbst wäre hier also der Grenzwert. Betrachteten wir einen Winkel zwischen Sonne und Jupiter und gingen wir bei Jupiter von einem Primärorbis von genähert 0.49 Grad aus, so ergäbe sich daraus am Beispiel der Konjunktion: 

    Eine  Sonne-Jupiter Konjunktion ist genau und auslösend, wenn  die Toleranz des Aspektes zwischen beiden kleiner 0.49 Grad ist. Der Aspekt ist demnach plaktisch und auslösend, wenn die Toleranz zwischen 0.49 Grad und genähert 1.5394 Grad liegt (0.49 * Pi).

    Plaktische Aspekte haben in der Auslösung nur den Burchteil der Stärke eine genauen Aspekts. Es gelten die wahren Himmelspositionen, denn die Informationsübertragung ist schneller als das Licht.

  • Britannia ist wachsam

    Londons Antwort auf den Terror

    Es liegt in der Tradition unserer britischen Nachbarn, sich von nichts und niemand einschüchtern zu lassen. Im Angesicht der Bedrohung stehen die Inselbewohner Seite an Seite und stehen so jede Herausforderung durch, vor die sie durch die Zeit gestellt werden.

    Dies bestätigte sich für mich auf den Blick auf das derzeit aktuelle Geo-IC-Lunar. Die Entwicklung dieser Prognosetechnik begann ich Ende der 70er Jahre und schloss sie 1982 ab. Das Verfahren wurde mehrfach vorgestellt und wird heute von einer Reihe von Prognostikern erfolgreich eingesetzt.

    An dieser Stelle zuerst das Bild. Es handelt sich dabei um eine Synastrie, einen Vergleich zwischen dem letzten Steinbock-Ingress berechnet auf London, der im Rahmen dieses Verfahrens Basisberechnung genannt wird und als Radixäquivalent dient. In diesem Vergleich sind die Felder, Lichter und Planeten der Basisberechnung außen gezeichnet. Im Innenkreis befindet sich das eigentliche IC-Lunar.

    Diese Technik hat den Vorteil, dass sie für die Prognose Staatengründungshoroskope entbehrlich macht und somit Unsicherheiten und Unwägbarkeiten ausschließt.

    ICL-London-Anschlag-Glasgow

    Die nebenstehende Abbildung ist verlinkt mit einer Abbildung in Originalgröße. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind keine Aspekte eingezeichnet.

    Auf den ersten Blick erkennt man sofort die Saturn-Neptun-Opposition, die in diesem IC-Lunar fast exakt auf die Horizonatlachse AC/DC fällt. Das Wesen dieser Opposition wurde ausführlich in den letzten Tagebucheinträgen behandelt. Venus hat sich nun zusätzlich in die Konjunktion mit Saturn begeben und so gilt es nun, sie in die Interpretation dieser Opposition an so markanter Stelle einzubeziehen.

    Saturn-Neptun: es zeigt sich, was Wirklichkeit ist. Gemäß Saturn in 1 wird sich der Staat nun weiter wappnen, mit Entschlossenheit und Härte der Bedrohung entgegen treten und dieser Herausforderung klar und kraftvoll begegnen. Wiewohl die Opposition hier zum einen auf die Sorgen und Ängste, auf eine mitunter als schwer und bedrückend empfundene Zeit in der Bevölkerung hindeutet, so zeigt sie doch gleichermaßen auch die Stärke und die Energie an, mit welcher die eigene Position gehalten wird. Pflichtbewußsein und Vorsorgemaßnahmen (Venus/Saturn), kontinuierlicher und konzentrierter Einsatz staatlicher Macht- und Kontrollmöglichkeiten(Pluto Trigon Saturn /Venus/ Aszendent) finden schlussendlich die Unterstützung der Bevölkerung, die zudem ein sehr wachsames Auge hat (Mond Herr 12 in 5). Pluto in der Konjunktion mit der Spitze 5 des IC-Lunars deutet auf das mit dieser besonderen Situation verbundene Lebensgefühl hin.

    Mond in 5 im Trigon zu Mars in 9 im Stier deutet auf Willenskraft und Entschlossenheit zur Tat hin, wiewohl sich hier gleichermaßen zeigt, für die eigene Weltanschauung, die eigenen Werte kraftvoll und nachhaltig einzutreten. Merkur als Herr von 2 in 11 in Konjunktion mit der Sonne und im Sextil zu Mars wirft ein Licht auf die konstruktive Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten über Partei- und Landesgenzen hinweg und deutet ferner auf die analytische Schärfe in der Beobachtung und der intellektuellen Verarbeitung / Auseinandersetzung mit der Bedrohung hin. Auch hier sieht man erneut ein Indiz für die Wachsamkeit und Aufmerksamkeit der Bevölkerung und derer Auseinandersetzung mit dem Thema wie sich auch  daraus schließen lässt, dass sich diese Haltung ebenso in der Staatsmacht spiegelt.

    Dies ist auch erforderlich, denn die Bedrohung ist mit den Ereignissen der letzten Tage noch nicht vorüber, wie Uranus auf der Spitze 8 in Konjunktion mit dem Mondknoten der Basisberechnung zeigt. Weiterhin ist also höchste Wachsamkeit gefordert. Mars als der klassische Herrscher über das 4. Feld im IC-Lunar zeigt, dass man sich nicht allein mit eher passiven Schutzmaßnahmen zufrieden gibt oder einfach wegsieht. Das Vereinigte Königreich steht  im Angesicht von Bedrohung und Betroffenheit in wachsamer Geschlossenheit. Es ist daher anzunehmen, dass sich den Fahndungserfolgen der letzten Tage weitere anschließen.

    Die Gültigkeitsdauer dieses IC-Lunars erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 28 Tagen, beginnend am 30.06.2007.

    Terror ist kein Weg. Die Forderung des Lebens ist sehen, was ist und daraus im Rahmen der Möglichkeiten das Beste machen. Wie im Kleinen, so im Großen. Wenn auch der Letzte auf diesem Erdenrund verstanden hat, dass er die Welt schon dadurch besser macht, indem er an sich selbst arbeitet, dann haben künftige Generationen überall auf dieser Erde die besten Voraussetzungen ein goldenes Zeitalter zu erleben.

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